Lohnungleichheit in der Schweiz

Lila Pause am Kanzleiareal in Zürich

Lila Pause am Kanzleiareal in Zürich

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Trillerpfeifkonzert um 14.06h am Kanzleiareal in Zürich

Am 14. Juni um 14.06h gab es in der ganzen Schweiz ein schönes lautes Trillerpfeifkonzert gegen die  immer noch bestehende Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern. Das Pfeifen sollte sowohl ein Auspfeifen, ein BUH gegen das Schneckentempo bei der realen Umsetzung der Lohngleichheit bedeuten als auch als Anpfiff für den Start in die Richtung des gemeinsamen Ziels „Gleich viel“ gelten. In einer Broschüre der vpod – einer Interessensgemeinschaft, die für guten Lohn und eine menschliche Arbeitswelt kämpft – ist zu lesen, dass 40 Prozent der Lohnungleichheit auf reiner Diskrimminierung basieren. Das heisst, dass Berufe, die von Frauen ausgeübt werden, eine geringere „Wertschätzung“ erfahren und daher schlechter bezahlt sind. Der 14. Juni hat in der Schweiz Symbolkraft. Denn an diesem Tag im Jahr 1991 führten die Mobilisierungen der Frauenbewegung und der Gewerkschaften zu einem landesweiten Frauenstreik und Aktionstag, der rund eine Million Frauen auf die Strassen trieb. Letzte Woche wurde nicht nur von A(arau) bis Z(ürich) kräftig gepfiffen und protestiert, sondern es fanden auch eine Reihe von Veranstaltungen statt. Die Zürcher Fraktion des Aktionstages organisierte in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich einen Workshop, der sich der sprachlichen Gleichbehandlung von Frau und Mann widmete. Die Germanistin Dr. Madeleine Marti gab den Fragenden Auskunft über den Zusammenhang von Sprache und Denken. Sie plädierte für das Öffnen von neuen Denkräumen durch Sprache und die politische Durchsetzung von weiblichen und männlichen sowie geschlechtsneutralen Formen. Die Leiterin der Gleichstellung Universität Zürich berichtete über den Leitfaden zu sprachlicher Gleichbehandlung von Frauen und Männern an der Universität Zürich.

Tipp: Erfahre auf dieser fair pay Seite, ob du zu wenig verdienst! Wer sich fragt, wie es in Deutschland mit Lohnunterschieden zwischen den Geschlechtern aussieht und wie diese zustande kommen, kann hier fündig werden: Böckler Stiftung.

2 Kommentare

  1. Bitte wiederholt doch nicht dauernd diese angeblich ungerechtfertigte Differenz von 40%. Diese Zahl wird absichtlich falsch zitiert!
    2008 wurde vom BASS (http://www.buerobass.ch/studienPopup_d.php?projektId=305) eine Differenz von 25% festgestellt, wobei sie nur 9.4% bis 10.6% als „unerklärlich“ (= diskriminierend) beurteilten!
    Aber auch von den restlichen 9.4% ist nicht wirklich alles „unerklärlich“ und einfach auf die Diskriminierung von Frauen zurückzuführen. Ausführlich setzt sich Georg Zimmermann damit auseinander: http://antifeminismus.ch/beruf/lohndiskriminierung/index.php

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