„I don’t know. I don’t want to fuck anybody on that show.“

Howgh – der Network Executive hat gesprochen. Leise summt die Klimaanlage in seinem Office in LA, als er sich von den Vorschlägen für neue TV-Serien seiner „Writers“ und „Producers“ abwendet. Die Ausschlusskriterien für neue amerikanische Fernsehserien lernt Tina Fey, die Autorin von Bossypants (2011), auf diese Weise nach und nach kennen.

Tina Fey, Bossypants (2011)

Tina Fey, Bossypants (2011)

Der Einstieg in das Buch über Frau Feys Leben hinter und auf der Bühne ist holprig und erfüllt nicht die Erwartungen, die wir an eine Comedy-Frau stellen. Aber gib nicht auf. Nach ein paar Kapiteln wartet sie mit den skurillsten Geschichten ever aus dem Comedy-Business auf. Kaum zu glauben, dass sie nicht ihrer Phantasie entsprungen sind. Wir erfahren, dass viele guys im Show Biz regelmässig in Plastikbecher pinkeln, damit sie sich den Weg auf die Toilette ersparen. Very funny.

Oder Frau Fey erzählt von ihrem Verdacht, dass Schauspielerinnen, die nicht mehr fuck-würdig sind, in der industry automatisch als crazy women ausgegrenzt werden. Wohingegen ihre männlichen Kollegen selbst wenn sie sich nicht mehr ohne Hilfe den Allerwertesten abwischen können, noch mit viel Sendezeit im Fernsehen rechnen können.

Für Angehörige der weiblichen Geschlechtsklasse klingt folgendes Versprechen wie Musik in den Ohren: Sie werde, so Frau Fey, gerade aufgrund dieser unfairen Umstände in ihrem Beruf Gas geben – als hätte sie das nicht schon getan, als Boss von 200 Mitarbeitenden –  damit sie in Zukunft mit Menschen zusammenarbeitet, die sich nicht für ihre Karriere ausziehen müssen. Was Teat Nazis sind und warum Frau Fey ihrer Meinung nach – im Gegensatz zu männlichen Comedians – die Politikerin Sarah Palin nicht ungestraft imitieren kann, erfährt ihr auf den Seiten 242 und 234 ihres Buches.

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