Vorbilder

für Gleichstellungsversuche und Geschlechterrollenakrobatik

EU Gender Summit in Brüssel

Gloria undercover im European Quarter in Brüssel

Gloria undercover im European Quarter in Brüssel

Überzeugende Präsentation von Forschungsgeldgebern

Überzeugende Präsentation von Forschungsgeldgebern

Steht die Höhe der Schmerzgrenze der männlichen Versuchsmaus im Verhältnis zum Geschlecht des Forschungssubjekts?

Die Höhe der Schmerzgrenze der männlichen Versuchsmaus hängt nach neuesten Erkenntnissen vom Geschlecht des Forschungssubjekts ab. Unglaublich – oder?

Londa Schiebinger

Londa Schiebinger, Vorsitzende der Expert Group „Innovation through Gender“ im Auftrag der Europäischen Kommission in Brüssel

Auf dieser Konferenz lerne ich zwischen "alpha bias" (gender differences are exaggerated) und "beta bias" (women are ignored) zu unterscheiden.

Auf dieser Konferenz lerne ich zwischen „alpha bias“ (gender differences are exaggerated) und „beta bias“ (women are ignored) zu unterscheiden.

Forschungsbeauftragte von CERN, Schweiz

Forschungsbeauftragte vom CERN, Schweiz

Gäste aus Südkorea

Freundliche Gäste aus Südkorea

Ist das Prosciutto?

– oder sind’s die Oberschenkel meiner Tochter, die ich da sehe?

Come ti chiami? Keka? Oh, Tetta!

Come ti chiami? Keka? Oh, Tetta!

Der 25 minütige Dokumentarfilm Il corpo delle donne, 2007 – für alle kostenlos online hier zu sehen – der italienischen Schriftstellerin Lorella Zanardo zeigt die bizarresten Auszüge vom italiensichen öffentlichen Fernsehen, das weibliche Körper wie am laufenden Band verschleisst.Weitere Arbeiten von Lorella Zanardo sind auf ihrem Blog zu finden.

Drawings on the wall

Currently to be seen at the shedhalle, Zurich. And heard: I was lucky to be able to attend a panel discussion with Dan Perjovschi. He seems to be a very down-to-earth, kind and friendly human being.

Dan Perjovschi (Sibiu, RO, 1961) at shedhalle, Zurich

Dan Perjovschi (Sibiu, RO, 1961) at shedhalle, Zurich

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Dan Perjovschi (Sibiu, RO, 1961) at shedhalle, Zurich

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Dan Perjovschi (Sibiu, RO, 1961) at shedhalle, Zurich

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Dan Perjovschi (Sibiu, RO, 1961) at shedhalle, Zurich

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Dan Perjovschi (Sibiu, RO, 1961) at shedhalle, Zurich

Sarah Faith

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MOON DESIGN

T SHIRT

T SHIRT

HERWANDERGROUND

HER WANDERGROUND – An experimental newspaper

http://sarahgottesdiener.com

Barbie

By Nickolay Lamm; (based on the average 19 year old woman in the USA)

Barbie

Barbie

Barbie

Barbie

Barbie

Barbie

Pussy Riot im Gespräch

„Gessen’s manner of storytelling is exhilarating and cinematic and this important book will be the definitive text on Pussy Riot.“ publishersweekly.com

Words Will Break Cement: The Passion of Pussy Riot
Masha Gessen. Riverhead, $16 trade paper (320p) ISBN 978-1-59463-219-8

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Zweimal wunderschön

Jung & Schön ist ein französisches Filmdrama des Regisseurs François Ozon aus dem Jahr 2013. Marine Vacth spielt in der Hauptrolle eine siebzehnjährige Schülerin die aus Faszination und Streben nach schnellem Geld in die Prostitution gerät. (Wikipedia)

JEUNE ET JOLIE (dt.:Jung & Schön) ist ein französisches Filmdrama des Regisseurs François Ozon aus dem Jahr 2013. Marine Vacth spielt in der Hauptrolle eine siebzehnjährige Schülerin die aus Faszination und Streben nach schnellem Geld in die Prostitution gerät. (Wikipedia)

Die beiden Filme haben mich in den letzten Wochen sehr berührt. Es sind junge Frauen unter 20, die die Hauptrollen spielen. Zu selten kommt ihre Gefühlswelt in den Blick eines breiteren öffentlichen Kinopublikums.

LA VIE D'ADÈLE. (dt.: Blau ist eine warme Farbe). Filmdrama aus dem Jahr 2013. Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen französischen Comic von Julie Maroh. Der Film gewann die Goldene Palme bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2013.

LA VIE D’ADÈLE. (dt.: Blau ist eine warme Farbe). Filmdrama aus dem Jahr 2013. Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen französischen Comic von Julie Maroh. Der Film gewann die Goldene Palme bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2013.

Das Thema der Pubertät oder jungen Erwachsenen, wie Menschen in dieser Phase der Entwicklung zum ausgereiften Erwachsensein oft genannt werden, ist nicht „sexy“ genug (um ein grauenhaftes Adjektiv zu verwenden, das im ausuferndem Sprachraum der Anglizismen zur Beschreibung von präzis gezeichneten Bauplänen bis hin zu attraktiv gestalteten Besteckringen von allen Anwesenden kopfnickend eingesetzt wird)?

Ich vermute, dass erfolgreiche Regisseure wie François Ozon aus eigener Erfahrung sprechen und als Väter einer Tochter versuchen, deren Sichtweise auf das Leben zu verstehen. Nun zu meinen eigenen Vorurteilen: Als ich diese jungen Frauen anfangs auf der Leinwand sah, dachte ich mir: die sind so jung und unerfahren und grün hinter den Ohren. Wird mich ihre Geschichte interessieren? Aber dann wurden mir die Augen und Ohren geöffnet. Ganz für mich unerwartet handelten diese Frauen mit einer selbstbestimmten und fesselnden Liebe für das Leben, das ihnen gehört und noch vor ihnen liegt. Dieser Rausch kommt mir manchmal abhanden. Danke Mister Ozon, Jeune et jolie ist ein Geschenk!

Arabischer Frühling – 5 Beobachtungen

I will not set myself on fire, but I will participate and go to the streets! Das lässt Asma Mahfouz am 18. Jänner 2011 im Rahmen einer ihrer Facebook-Kampagnen in einem Video, in dem sie zu sehen ist, ihre Mitmenschen wissen. Denn sie weiss, dass Menschenrechte nicht einfach so vom Himmel fallen. Als politische Aktivistin ist sie eines der Mädchen, die die Aufstände begonnen haben. Im Rahmen eines Vortrags am 12. Dezember 2013 an der Universität Zürich von der aus Yemen stammenden Politikwissenschafterin PD Dr. Elham Manea erhalte ich einen guten Überblick der Entwicklung und derzeitigen Lage der Bemühungen von arabischen Frauen, als ganze Menschen zu leben, die ohne männlichen Vormund im Alltag auskommen können. Folgende 5 Beobachtungen werden diskutiert: 1. Frauen nehmen an politischen Aufständen teil, aber das traditionelle Rollenbild verändert sich nicht zu Ihren Gunsten. Nach der erkämpften Wende oder dem Sturz des Regimes geht es von der Strasse wieder zurück nach Hause. Hier wäre interessant zu wissen, wie in Europa das Geschlechterverhältnis in Krisenzeiten verschoben wurde. 2. Ein Wechsel des Staatsoberhauptes bedeutet nicht unbedingt eine Reform des politischen Systems. Manea zufolge wird das alte Regime recycled. 3. Frauen haben Anspruch auf Würde, genauso wie Männer, aber nicht auf diesselben Rechte. Democracy’s paradox wird dieser Zustand von Manea genannt.

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4. Der arabische Frühling hat ein neues Bewusstsein für gender ermöglicht. Im Yemen brechen junge Frauen und Männer das Tabu, über sexuellen Missbrauch zu sprechen. Junge Frauen und Männer sitzen zusammen im Kaffeehaus. Ein junger Mann bekennt sich öffentlich, via Internetblog, zu seiner Homosexualität. 5. Arabische Frauen sichern Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen, indem sie die Medien effizient nutzen, auf die Strassen gehen und an Kampagnen arbeiten. Dieser Kampf, so Manea, wird nur gewonnen, wenn er friedlich und beständig weitergeführt wird. Zum Abschluss, zur Illustration der verheerenden Lage solltet Ihr wissen: An die Macht gekommene Islamisten wollen das Heiratsalter von jungen Mädchen wieder ab Eintritt der Pubertät erlauben!

Welche Vorteile haben gemischte Teams?

Valérie Vuillerat ist Geschäftsführerin der Ginetta GmbH. Sie spricht an den Zürcher CreativeMornings (monatlich stattfindende Vorträge in Unternehmen der Kreativwirtschaft bei Frühstückskaffee und Gipfeli) über ihre Erfahrungen mit gemischten Teams (gemeint sind Frauen mischen sich mit Männern) in der Arbeitswelt. Es geht hauptsächlich um das Arbeitsverhältnis, die Atmosphäre sowie die Ansprüche der Mitarbeitenden in ihrem Unternehmen. Im Vortrag werden die üblichen Klischees reproduziert: Frauen lieben Ordnung, Sauberkeit, intime Gespräche und Zalando, unter Frauen finden catfights statt, Frauen streben Harmonie und Konfliktlösungen an, Männer hingegen kommunizieren nicht und arbeiten mit der aggressiven Ellbogentechnik, um sich Führungspositionen zu erkämpfen. Es zeigt sich in der anschliessenden Gesprächsrunde das übliche Problem, dass Frauen eben so sind und Männer eben so sind. Die unterschiedlichen Verhaltensweisen werden entsprechend verglichen und bewertet.

Zum Glück melden sich bald ein paar Menschen aus dem Publikum zu Wort, die wichtige Unterscheidungen treffen: Warum ist Aggression bei Männern positiv und bei Frauen negativ konnotiert? Wie steht es mit kulturellen Unterschieden im Team? Sprechen wir über das männerdominierte Feld der Programmierkunst oder den frauendominierten Berufszweig der Kinderbetreuung? Diese kritischen Sichtweisen eröffnen sofort das weite, komplexe Feld des Geschlechterverhältnisses. Die stattfindende Diskussion wird interessanter. Sie lässt viel offen, aber sie gibt einen sehr wichtigen Impuls für ein kritischeres Weiterdenken. Schön ist auch, dass das Thema ernsthaft diskutiert wird. Der Austausch über das Thema findet bei Tageslicht in einem Unternehmen im up-and-coming Zürcher Kreis 4 statt (lese: up, up, up) – und eben nicht bei einem unterirdischen Kaffeekränzchen von Weltverbessernden oder im dunklen Flur zwischen zwei unglücklichen Mitarbeitenden.

Gloria freut sich riesig, dass Valérie Vuillerat diesen Vortrag gehalten hat. Auch wenn ihr undifferenziertes Sprechen über Männer und Frauen viele Angriffsflächen bietet (gewusst wie, können diese im Gespräch leicht vermieden oder umgangen werden), trägt sie wertvolle zukunftsweisende Ideen in die Arbeitswelt hinaus. Sie spricht von den Vorteilen unterschiedlicher Erfahrungen und Ideen für das Unternehmen. Es fallen wohlklingende Konzepte wie „selbstverständliche Lohngleichheit“ und das unbedingte Möglichsein der Vereinbarung von Job, Weiterbildung und Familie. Kurzum: Es lohnt sich für alle Progressiven, das oben verlinkte Video anzusehen.

Go, Ginetta, Go – auf zu neuen Horizonten!

Bergsteigerinnen benutzen Silikontassen

Mit Schrecken habe ich kürzlich in einer österreichischen Tageszeitung gelesen, dass zur Zeit eine der grössten Plastikmüllinseln, die in unseren Ozeanen schwimmen, 16 Mal so gross wie die Gesamtfläche des Staates Österreich ist. In einer schwimmenden Insel von (in meinem Kopf gerechnet) ca. 1 Million Quadratkilometer möchte ich mich nicht verheddern. In meiner Vorstellung ergibt das eine Landschaft aus bunten Flaschen, Schächtelchen, Legosteinen und grösseren Containern, die durch ein Wirrwarr aus Schnüren und Bändern zusammengehalten wird.

Die Grösse dieser Ansammlung empfinde ich als viel bedrohlicher als die Beschaffenheit. Ich interessiere mich für den Schutz unseres Planeten und möchte deshalb auf diesen klitzekleinen Beitrag zur Verringerung von Müll hinweisen: Frau nehme einmal pro Monat eine Silikontasse namens Moon Cup oder Diva Cup zur Hand, um die monatliche Blutung effizient zu sammeln -anstatt die Müllinsel mit einem Berg von weggeworfenen Tampons und Binden zu verdichten. Ich habe meine Moon Cup vor 4 Jahren gekauft. Ich sterilisiere sie montalich in kochendem Wasser und sie ist sehr gut erhalten. Die einmalige Investition von ca. 30 Euro hat sich bewährt. Für Tampons und Binden hätte ich viel mehr ausgegeben.

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In einem „Outdoor“-Geschäft gesichtet: Diva Cup

Diese Produkt habe ich zufällig in einem „Outdoor“-Geschäft neben Moskitoschutzsprays, Reisezahnbürsten und urinating tubes for women gesehen. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, weil ich diese Alternativen zu den gewöhnlichen Produkten für die Monatsblutung viel zu selten – genauer: nie – im Verkauf angeboten sehe. Give them a chance! Es macht das Leben so viel einfacher. No strings attached…

Noch Fragen?

Dieser Tampon vs Moon Cup Rap Battle klärt auf:

  • 22 tampons vs 1 moon cup
  • landfills vs tree huggers‘ new age non-sense
  • vaginal dryness vs menstrual flow