Kleidung

Arbeiten, Heiraten, Fleischwaren

Gloria hat Werbebilder im unterirdischen Verkehrsnetz von Tokyo gesammelt. Es geht hier an prominenten Orten auf grossen Flächen um die Themen: Arbeit, Computer, Fleisch, Heiraten, Kaffeetrinken, einsame Abenteurer.

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Im Netz (Wiki) hab ich gelesen, dass der japanische Feminismus der 1970er Jahre nicht „die Frau“ befreien wollte, sondern „die Frau“ und „den Mann“ – von einer hierarchischen und kapitalistischen Gesellschaft. Wenn ich solche Sätze lese, dann werde ich immer etwas traurig und fühle mich machtlos, weil ich die Alternative zu dieser Gesellschaft nicht kenne.

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Klar ist, dass hier im japanischen Metropolenalltag viele sehr fesche Frauen mit wunderbarem Geschmack für Kleidung auf eine Armee von Laptoptasche-mit-Umhängegurtmöglichkeit-tragenden Männern treffen, die alle das gleiche weisse Hemd und die gleiche schwarze Hose mit rechteckiger silberner Gürtelschnalle tragen. Für die Rush-Hour trifft diese Beobachuntung auf jeden Fall zu.

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Mad feminism?

Soviel cleveres Nachdenken über die Rolle der „mad men“ und „mad women“ (die Protagonistinnen stehen in der sechsten Staffel kurz vor den revolutionären Tagen der zweiten Welle des Feminismus) in der amerikanischen TV-Serie Mad Men ist mir letztens beim Durchblättern des Magazins Du begegnet! Die Theaterkritikerin und Journalistin Eva Behrendt gibt den wichtigen Hinweis, dass historische Erzählungen letztendlich immer von der Gegenwart und ihren Wünschen handeln. Sie meint in ihrem Artikel zum Beispiel, dass „die politische Korrektheit“ unserer Gesellschaft in der Darstellung des tabulosen Besaufens, selbstverständlichen Kettenrauchens und Sexismus in Mad Men „eine Auszeit“ nimmt.

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Magazin im Kaffee gefunden (im Cafe Sport, dort gibts den besten Espresso von Zürich)

Das entwürdigende Verhalten der mad men gegenüber den women sowie erotische Stimulanzen wie die „dicht beharrte Brust von Jon Hamm und die sagenhafte Eieruhr-Taille von Christina Hendricks“ nehmen, so Behrent, eine „Entlastungsfunktion“ ein, in dem sie die Geschlechterrollen so verteilen, wie es sich konservative Menschen wünschen. „Der Ganze Gender und Queerness-Hype der letzten Jahre macht endlich mal Pause, Zeit zum Durchatmen.“ Für Menschen, die sich für Feminismus interessieren, hat die Serie zu bieten, dass die „Revolution“ noch kommen wird und somit Hoffnung auf die Erlösung von diesem Albtraum, den Behrendt als „designten Verkaufstraum“ beschreibt (hochwertiges Teakholz, feine Spitzenmieder, moderne Architektur), besteht. Dass sich das Davor und Danach der „Revolution“ leider zu sehr ähneln wird in diesem Artikel mit einem Verweis auf die Autorinnen Elisabeth Badinter und Bascha Mika beklagt, die über „die Feigheit der Frauen“ von heute anschreiben.

Danke für den guten Artikel, Eva Behrendt.

Revolution + Restauration = Mad Feminism?

Revolution + Restauration = Mad Feminism?

Gloria hat sich auch von Mad Men verführen lassen und beinahe alle Staffeln gesehen! Die Ästhetik der Bilder und die gute Recherche zu den Möbeln, Accessoires, Sprechweisen und Werten der 1960/70er sind sicherlich Gründe für meine Begeisterung. Das asymmetrische Geschlechterverhältnis verliert meiner Meinung nach durch diese Stilisierung auf wundersame ihre Realität – und Brutalität.

Die Blonde

Die Blonde

Die Brünette

Die Brünette

Die Rote

Die Rote

Velvet is very important

Am liebsten würde ich mich mit einem eleganten Haute-Couture Afternoon-Kleid in Schale geworfen (Prêt-à-Porter existiert noch nicht oder ist in dieser Gesellschaft impossible) in die 1920/30er von London beamen und den ladies beim Tee (oder lieber Whiskey?) lauschen. Gespannt würde ich Ihnen beiwohnen wie sie trinkend und rauchend das Leben diskutieren. Es muss ein aufregendes Privileg gewesen sein, sich als erste Frau aufs Parkett zu trauen, um sich den künstlerischen und akademischen Ambitionen der Männerwelt zu stellen. Bildung geniessen, produktiv sein und ein eigenes Einkommen (oder genug Familiengeld) haben, das bedeutet Freisein. – Fragezeichen.

All we know

History oder Herstory, hin oder her, highbrow oder lowbrow, Kopf oder Bauch – egal, diese drei Leben, die Lisa Cohen in ihrem Buch All we know. Three Lives (2012) vor der Vergessenheit rettet, sind so reichhaltig. Nach jahrelangen Recherchen präsentiert Cohen drei Talente, die mir jetzt zum Glück nicht mehr völlig unbekannt sind: Esther Murphy, Mercedes de Acosta und Madge Garland. Die Heldinnen von Sex in the City können diesen Ladies nicht den Cocktail reichen. Nie und nimmer!

Von Grund auf verschieden, haben die drei Frauen Folgendes gemeinsam: jede ist um 1890 geboren, jede kennt die anderen beiden, jede bevorzugt im Liebesleben ihr eigenes Geschlecht und alle drei haben hervorragende, rebellische Leben in den Kreisen der Upperclass von Hollywood, New York, London, Paris und Rom geführt. Angst, Depression und Liebeskummer sind natürlich auch Stimmungen, die die drei Frauen immer wieder begleiten.

Alle drei bewegen sich im Kreis von Personen, die öffentliches Ansehen in grossen Massen geniessen: Scott Fitzgerald, Gertrude Stein, Ansel Adams, Igor Strasvinsky, Marlene Dietrich oder Virgina Woolf. Alle drei Frauen haben die Vorstellungen der Moderne (der modernen Frau, Philosophie, Kunst, Architektur, Mode, etc) geprägt. Alle drei haben Talent, so viel Talent, wie wir in diesen Biographien erfahren, und dennoch kein Denkmal in Form eines Monuments oder eines Bestsellers vorzuweisen. Wie ist das möglich? Weil sie Frauen sind, oder weil sie im Liebesleben ihr eigenes Geschlecht bevorzugen, oder weil sie keinen ökonomischen Druck verspüren, oder weil sich ihre Talente in nichts Greifbares verwandeln lassen?

Esther Murphy

Esther Murphy, 1923, Southampton: „For five decades, Esther Murphy built a wall of words around herself.“

Esther zum Beispiel, so berichtet eine Zeitgenössin, sitzt ihr ganzes Leben lang in Cafes und trinkt Alkohol und spricht und spricht und spricht – vorzugsweise über französische Geschichte, den Hof von Louis XIV und Madame de Maintenon, seiner geheimen Ehegattin. Cohen nennt Esther in ihrem Buch „a perfect failure“. Von dieser hochintelligenten, hochgewachsenen Frau, die als ohne-Ende-monologisierendes Wunder bekannt ist, erwarten sich alle ein Meisterwerk. Über Madame de Maintenon will sie eine Biographie verfassen. 30 Jahre lang spricht sie über Maintenon, ohne jemals das Buch zu schreiben. Cohen vermutet, dass das Verbalisieren an sich, das sie wie das Ein- und Ausatmen beherrscht, ihr Manifest ist.

Mercedes de Acosta - The seductress.

Mercedes de Acosta – The seductress.

Die zweite im Bunde, Mercedes de Acosta, eine Drehbuchautorin, vergöttert die Diven ihrer Zeit und wird als vermeintliche Liebhaberin von Greta Garbo gehandelt. Heute würden wir sagen, sie ist ein berühmter Groupie. Die Faszination der Fankultur, die Cohen in ihrem Buch schildert, kann ich nicht ganz nachvollziehen, weil ich selbst kein besonders grosser Fan von einer bestimmten Persönlichkeit, die ich bewundere, bin. Die Aufwertung dieser als trivial gesehenen Kultur finde ich jedoch interessant und wichtig. Ein Fundstück gefällt mir sehr gut: Die streng katholisch erzogene De Acosta hinterlässt ihre Bibel als Look-book, deren Seiten mit anmutenden Bildern von Greta Garbo, Marlene Dietrich und Co vollgeklebt sind. Weitere Details über ihr bewegtes Leben sind in ihrer Biographie Here lies the heart (1960) – Anmerkung einer in Cohens Buch zitierten Zeitgenössin: „and it lies and lies and lies…“ – nachzulesen.

Madge Garland (zweite von rechts) mit Freundinnen in Südfrankreich, Ender 1920er

Madge Garland (zweite von rechts) mit Freundinnen in Südfrankreich, Ender 1920er

Fussball ist sehr wichtig. Und Mode? Madge Garland lebt ihr Leben für die Mode und zeigt uns, dass velvet ebenfalls very important ist. Sie und ihre Mitarbeiterinnen bei der britischen Vogue Modezeitschrift sind dafür verantwortlich, dass Mode einen neuen gesellschaftlichen Stellenwert bekommt und nicht als etwas „weibliches“ im Hintergrund existierendes ausgeblendet bleibt. In der Vogue begegnen sich erstmals, für damals ist das revolutionär, Mode und Kunst sowie Design und Literatur auf einer Augenhöhe. Garland ist die erste Fashion-Professorin an der Fashion School des Royal College of Art in London. Sie schreibt viele Bücher und Essays. Unter anderen gefällt mir dieser Titel: Changing Face of Beauty: 4000 years of beautiful women (1957).
Und hinterlässt sie uns etwas Greifbares, ausser ihren Schriften? Es bleibt uns dieses Monument für die Vergänglichkeit: Im Jahr 2000 zum 50. Jubiläum der Modeschule des Royal College of Art wird ein Duft zu Ehren von Madge Garland kreeirt: „feminine and sensual, with white hyacinth and lily of the valley, and bright top notes of tangerine and rhubarb to bring it into the 21st Century“ (356).

Madge Garland am Set von Seven Ages of Fashion mit Allan Hargreaves (Co-Moderator), circa 1975

Madge Garland am Set von Seven Ages of Fashion mit Allan Hargreaves (Co-Moderator), circa 1975

Ich denke, dass wir alle diesen drei Abenteuerinnen einiges zu verdanken haben. Auf, auf, führt es Euch zu Gemüte! Dieses Buch ist wunderbar! Es gibt noch viel zu tun!

aufgeschnappt

schwester zum bruder: „was denkst du? (die stimme senkt sich) das darf ich nicht so laut sagen. (sie flüstert) sehen die schuhe meines sohnes aus wie mädchenschuhe? (sie zeigt auf die schuhe an den kleinen füsschen) was denkst du? huh, ich hoff ich hab da nichts falsch gemacht…  wenn ich ihm das sage … das kann ich ihm nicht sagen, da wird er mir böse sein…“

SlutWalk Update

Die Mädchenmannschaft weist auf den den ersten SlutWalk in Asien (Neu-Dehli, Indien) hin und gibt eine überlegte Einschätzung zu folgenden kontroversen Debatten rund um den SlutWalk ab:

  1. “Es macht keinen Sinn, ein sexistisches Wort wie ‘Slut’ positiv zu besetzen”
  2. SlutWalk spricht eher jüngere Frauen an (und schließt daher ältere Frauen und sich nicht als Frauen definierende Menschen aus)”
  3. “Bei den SlutWalks geht es um Sexyness (und nicht etwa um die Bekämpfung von Sexismus).”

Danke für das Herausfiltern dieser Fragen, Magda!

Gloria bleibt dabei: Gegen sexuelle Gewalt und Belästigung zu marschieren ist unbedingt notwendig und wunderbar. Auf gehts, Mädels! Leider gibt es in meiner Stadt keinen solchen Walk. Dem Namen „SlutWalk“ und dem Konzept, sich wie eine Slut zu kleiden, stehe ich weiterhin skeptisch gegenüber. Aber vielleicht war der Auslöser in Toronto für die Mobilisierung nötig (richtige Zeit, richtiger Ort und richtige Reaktion der beiden Frauen) und funktioniert als guter Aufhänger für eine weltweite Solidarisierungsfeier auf den Strassen.

SlutWalk London. (Quelle: taz.de)

SlutWalk London (Quelle: taz.de).

Was ziehe ich an?

Welchen Unterschied macht es, ob ich heute morgen das Haus mit geblümtem, semi-transparenten, enggeschnittenen Shirt, Minirock und Stöckelschuhen verlasse oder in einem schlichten Oberteil, dunkler Hose und flachen Schuhen mit Schnürsenkel? Macht das überhaupt einen Unterschied und wenn ja, für wen? Nicht nur angesichts der Diskussionen um die Slutwalks, die diesen Sommer stattfinden, beschäftigt mich diese Frage erneut, sondern auch weil mir nach der Lektüre von Cordula Bachmanns ethnographischer Studie die Komplexität – und Ausweglosigkeit – dieser Entscheidungsfindung bewusster wird. In Kleidung und Geschlecht (2008) zeigt Bachmann, dass die Liberalisierung der Kleiderordnung (zB Frauen tragen Hosen) keinesfalls als Beleg für ein emanzipiertes Geschlechterverhältnis gelesen werden kann. Sie kommt zu dem Schluss, dass sich die Kleiderfrage für „Frauen“ und „Männer“ auf unterschiedliche Weise stellt, und dass die „weibliche Befreiung“ und „vestimentäre Selbstverwirklichung“ (S. 124) trügerisch sind.  Wenn ich ihre Analyse weiterdenke und radikalisiere, dann ist der Unterschied zwischen Outfit Nummer eins, nennen wir es das „Hurenoutfit“ und Nummer zwei, nennen wir es das „Anti-Hurenoutfit“, für den gesellschaftlichen Status von „Mädchen“ und „Frauen“ irrelevant. Was mich hart trifft. Bisher hoffte ich, dass mir die Wahl zwischen den beiden Typen von Outfits einigermassen Spielraum lässt, um mich als Mensch in der Gesellschaft zu positionieren. In Europa lebend und aus kulturellen sowie sozio-ökonomischen Gründen habe ich beinahe jeden Tag die Möglichkeit zwischen diesen beiden „Extremen“ der weiblichen Kleiderordnung zu entscheiden. Bisher hegte ich die Illusion, dass ich durch die reflektierte Verhüllung meines Körpers ein Zeichen an meine Umwelt sende, über das ich einigermassen verfügen kann. Die Kleidung sah ich als „Handlungsobjekt“, als Instrument, um mich im System der Zweigeschlechter-Ordnung widerständig oder anpassend zu verorten. Es gefiel mir, die Grenzen der geschlechtlich codierten Kleiderordnung auszuloten, zwischen den beiden Codes hin und her zu navigieren und zu beobachten, wie die Irritationen und Bestätigungen des sozialen Umfelds ausfallen. Ich spielte oft mit den beiden Outfits, wissend, dass die mir immer wieder zugeteilte Identität „Frau“ weder durch das „Hurenoutfit“ noch das „Anti-Hurenoutfit“ (besser) ausgedrückt werden könnte.

Kurz zu meinem täglichen, morgendlichen Hin- und Her- Schwanken vor dem Kleiderschrank: Entschied ich mich für das „Hurenoutfit“, war der Grund oft ein gewisses Loslassen, Sich-Treiben-lassen. Ich dachte mir: Warum gegen die starren, historisch sedimentierten Regelwerke der gesellschaftlichen Kleiderordnung ankämpfen? Genderbewusstein, Good Bye! – warum nicht spielerisch mit den mir zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen? Farbkombinationen und Schnitte zu kombinieren, mit den Formen des Körpers zu spielen und Schminke aufzutragen, kann Freude machen. Und noch dazu ist es ein Privileg: als Angehörige der „weiblichen Geschlechtsklasse“ darf ich da etwas, was „Männer“ nicht machen können ((zB Männer in knallbunten Feinstrumpfhosen), ohne vom sozialen Umfeld hart bestraft zu werden. Obwohl Bemerkungen auf der Strasse und das Nachpfeifen beim Vorbeigehen an Baustellen für manche „Frau“ im „Hurenoutfit“ auch als eine Art von Strafe in Form einer Abwertung (oder Vergewaltigung, siehe Slutwalks?) erlebt werden können.

Wenn ich mich an diesem besagten Morgen vor dem Kleiderschrank gegen das „Hurenoufit“ entschied, wollte ich mich bewusst von der konventionellen, weiblichen „Erscheinung“ abgrenzen. Ich dachte, dass ich durch das Tragen von schlichter Kleidung die Präsenz meines Körpers und damit mein „Frau-Sein“ in den Hintergrund stelle; mehr „Mensch“ sein und weniger auf „Frau“ reduziert werden war das Ziel. Jetzt, nach näherer Betrachtung, wird mir bewusst, dass ich mir durch das Tragen des „Anti-Hurenoutfits“ niemals soviel Autorität, Macht und Glaubwürdigkeit verschaffen werden kann, wie sie einem souveränen, „männlichen Subjekt“ zum Beispiel in Anzughose und Jackett automatisch zufallen. Denn nach Bachmann exponiere ich mich durch das Tragen von an die männliche Kleiderordnung angelehnte Hosen oder Oberteile als „Frau“, die die Intention hat, nach den mit Männlichkeit verbundenen Tugenden von emotionaler Disziplin, Professionalität und beruflichem Erfolg zu streben. Ich agiere gesellschaftskonform und bejahe durch meine Kleidungspraxis die „allgemeinen gesellschaftlichen Ziele und Wertvorstellungen“ (S. 123). In diesem Zusammenhang filtert Bachmann interessante Ergebnisse aus Gesprächen mit Interviewpartnern heraus. Die nach ihrer Kleidungspraxis befragten unterstreichen, dass ihnen das Tragen von formaler, männlicher Kleidung mit klaren Linien Halt gibt und nicht dazu verführt, sich zu lässig zu geben. Stecke ich seit Jahren womöglich in einer Zwickmühle? Zwischen „Nicht-Hure-Sein-Wollen“einerseits und „Mensch-Sein-Wollen-aber-nicht-Dürfen“ andererseits? Es wird Zeit, sich von der Illusion zu verabschieden, dass „Frauen“ ihren gesellschaftlichen Status irgendwie durch „vermännlichte“ Kleidung kompensieren könnten. Es macht – auf lange Sicht – weder für mich noch für mein soziales Umfeld einen Unterschied, ob ich mich für Outfit Nummer eins oder Nummer zwei entscheide. Momentan sehe ich zwei Lösungen: entweder ich kleide mich nur noch in schwarzen Ganzkörperanzügen, die jede Attraktivität des Körpers verstecken, oder als intellektuelle Hure à la Valerie Solanas – mit gutem Gewissen.

Literatur: Bachmann, Cordula: Kleidung und Geschlecht. Ethnographische Erkundungen einer Alltagspraxis. transcript, Bielefeld. 2008.