Konsum

Autsch!

Feministische Kunst in Pekings 798 gespottet! Im jetzt sehr kommerzialisierten (und ehemals nicht so sehr, wurde mir gesagt) Kunstviertel 798 in Peking habe ich die Galerie ZERO Art Center entdeckt. Die Stöckelschuhe finde ich ganz lustig. Was die Beziehung von weiblichem Körper und Pferd bedeuten könnte, habe ich im Gespräch in gebrochenem Englisch mit der Galeriebesitzerin leider nicht erfahren können. Ich wollte wissen, ob es in China eine bestimmte Lesrichtung gibt. Das traurige Traumpferd find ich sehr humorvoll präsentiert.

Autsch! "Desire" by Li Ming Ran 2013 Mixed Media 180x80x200 cm

„Desire“ by Li Ming Ran. 2013. Mixed Media. 180x80x200 cm.

"Fetch Now From Winter". Qiu Xia. 2012. Glass Fiber Reinforced Plastics + Feather. 135x95x45 cm.

„Fetch Now From Winter“. Qiu Xia. 2012. Glass Fiber Reinforced Plastics + Feather. 135x95x45 cm.

Ich vermute diese Skulptur ist auch von Qiu Xia.

Ich vermute diese Skulptur ist auch von Qiu Xia.

"The Pony Fording River". Liu Zhi Yin. 2013. Glass Fiber Reinforced Plastics. 72x20x38 cm.

„The Pony Fording River“. Liu Zhi Yin. 2013. Glass Fiber Reinforced Plastics. 72x20x38 cm.

Schönheit in China

Private Geburtstagsparty in Pekings Clubbingszene

Private Geburtstagsparty in Pekings Clubbingszene

Barbie Schönheitswettbewerb an der Grossen Mauer

Barbie Schönheitswettbewerb an der Grossen Mauer

Vielleicht brauche ich eine neue Matratze?

Ich weiss nicht, warum diese Anzeige in einem Clubhouse eines geschlossenen Wohnkomplexes ausgehängt ist. Vielleicht brauche ich eine neue Matratze?

 

Gloria in Japan

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Arbeiten, Heiraten, Fleischwaren

Gloria hat Werbebilder im unterirdischen Verkehrsnetz von Tokyo gesammelt. Es geht hier an prominenten Orten auf grossen Flächen um die Themen: Arbeit, Computer, Fleisch, Heiraten, Kaffeetrinken, einsame Abenteurer.

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Im Netz (Wiki) hab ich gelesen, dass der japanische Feminismus der 1970er Jahre nicht „die Frau“ befreien wollte, sondern „die Frau“ und „den Mann“ – von einer hierarchischen und kapitalistischen Gesellschaft. Wenn ich solche Sätze lese, dann werde ich immer etwas traurig und fühle mich machtlos, weil ich die Alternative zu dieser Gesellschaft nicht kenne.

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Klar ist, dass hier im japanischen Metropolenalltag viele sehr fesche Frauen mit wunderbarem Geschmack für Kleidung auf eine Armee von Laptoptasche-mit-Umhängegurtmöglichkeit-tragenden Männern treffen, die alle das gleiche weisse Hemd und die gleiche schwarze Hose mit rechteckiger silberner Gürtelschnalle tragen. Für die Rush-Hour trifft diese Beobachuntung auf jeden Fall zu.

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Weiber Design aus Polen

Eine nette kleine Ausstellung mit Designideen aus Polen im Turm des Schlosses Rapperswil. Zuerst musst du durch 5 Räume polnische Kriegsgeschichte und bei eisernen Kruzifixen vorbei, bevor du unter den Augen des Papstes den Turm voll mit zeitgenössischen Ideen von polnischen Designerinnen erklimmst.

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Bergsteigerinnen benutzen Silikontassen

Mit Schrecken habe ich kürzlich in einer österreichischen Tageszeitung gelesen, dass zur Zeit eine der grössten Plastikmüllinseln, die in unseren Ozeanen schwimmen, 16 Mal so gross wie die Gesamtfläche des Staates Österreich ist. In einer schwimmenden Insel von (in meinem Kopf gerechnet) ca. 1 Million Quadratkilometer möchte ich mich nicht verheddern. In meiner Vorstellung ergibt das eine Landschaft aus bunten Flaschen, Schächtelchen, Legosteinen und grösseren Containern, die durch ein Wirrwarr aus Schnüren und Bändern zusammengehalten wird.

Die Grösse dieser Ansammlung empfinde ich als viel bedrohlicher als die Beschaffenheit. Ich interessiere mich für den Schutz unseres Planeten und möchte deshalb auf diesen klitzekleinen Beitrag zur Verringerung von Müll hinweisen: Frau nehme einmal pro Monat eine Silikontasse namens Moon Cup oder Diva Cup zur Hand, um die monatliche Blutung effizient zu sammeln -anstatt die Müllinsel mit einem Berg von weggeworfenen Tampons und Binden zu verdichten. Ich habe meine Moon Cup vor 4 Jahren gekauft. Ich sterilisiere sie montalich in kochendem Wasser und sie ist sehr gut erhalten. Die einmalige Investition von ca. 30 Euro hat sich bewährt. Für Tampons und Binden hätte ich viel mehr ausgegeben.

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In einem „Outdoor“-Geschäft gesichtet: Diva Cup

Diese Produkt habe ich zufällig in einem „Outdoor“-Geschäft neben Moskitoschutzsprays, Reisezahnbürsten und urinating tubes for women gesehen. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, weil ich diese Alternativen zu den gewöhnlichen Produkten für die Monatsblutung viel zu selten – genauer: nie – im Verkauf angeboten sehe. Give them a chance! Es macht das Leben so viel einfacher. No strings attached…

Noch Fragen?

Dieser Tampon vs Moon Cup Rap Battle klärt auf:

  • 22 tampons vs 1 moon cup
  • landfills vs tree huggers‘ new age non-sense
  • vaginal dryness vs menstrual flow

 

Mad feminism?

Soviel cleveres Nachdenken über die Rolle der „mad men“ und „mad women“ (die Protagonistinnen stehen in der sechsten Staffel kurz vor den revolutionären Tagen der zweiten Welle des Feminismus) in der amerikanischen TV-Serie Mad Men ist mir letztens beim Durchblättern des Magazins Du begegnet! Die Theaterkritikerin und Journalistin Eva Behrendt gibt den wichtigen Hinweis, dass historische Erzählungen letztendlich immer von der Gegenwart und ihren Wünschen handeln. Sie meint in ihrem Artikel zum Beispiel, dass „die politische Korrektheit“ unserer Gesellschaft in der Darstellung des tabulosen Besaufens, selbstverständlichen Kettenrauchens und Sexismus in Mad Men „eine Auszeit“ nimmt.

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Magazin im Kaffee gefunden (im Cafe Sport, dort gibts den besten Espresso von Zürich)

Das entwürdigende Verhalten der mad men gegenüber den women sowie erotische Stimulanzen wie die „dicht beharrte Brust von Jon Hamm und die sagenhafte Eieruhr-Taille von Christina Hendricks“ nehmen, so Behrent, eine „Entlastungsfunktion“ ein, in dem sie die Geschlechterrollen so verteilen, wie es sich konservative Menschen wünschen. „Der Ganze Gender und Queerness-Hype der letzten Jahre macht endlich mal Pause, Zeit zum Durchatmen.“ Für Menschen, die sich für Feminismus interessieren, hat die Serie zu bieten, dass die „Revolution“ noch kommen wird und somit Hoffnung auf die Erlösung von diesem Albtraum, den Behrendt als „designten Verkaufstraum“ beschreibt (hochwertiges Teakholz, feine Spitzenmieder, moderne Architektur), besteht. Dass sich das Davor und Danach der „Revolution“ leider zu sehr ähneln wird in diesem Artikel mit einem Verweis auf die Autorinnen Elisabeth Badinter und Bascha Mika beklagt, die über „die Feigheit der Frauen“ von heute anschreiben.

Danke für den guten Artikel, Eva Behrendt.

Revolution + Restauration = Mad Feminism?

Revolution + Restauration = Mad Feminism?

Gloria hat sich auch von Mad Men verführen lassen und beinahe alle Staffeln gesehen! Die Ästhetik der Bilder und die gute Recherche zu den Möbeln, Accessoires, Sprechweisen und Werten der 1960/70er sind sicherlich Gründe für meine Begeisterung. Das asymmetrische Geschlechterverhältnis verliert meiner Meinung nach durch diese Stilisierung auf wundersame ihre Realität – und Brutalität.

Die Blonde

Die Blonde

Die Brünette

Die Brünette

Die Rote

Die Rote

Phantasien am Kühlwagen

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metzgerei-keller.ch

Gloria stöbert am Flohmarkt

Klar, ja, ich weiss, dass diese Frauen- und Männerbilder und ihr Gegensatz nichts Neues sind für Interessierte. Das Hinzeigen hängt mir auch schon zum Hals heraus. Trotzdem ahne ich, dass es wichtig ist, sie weiterhin zu beobachten. Sie haben viel Einfluss auf das alltägliche Erleben von menschlichen Interaktionen.

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Porn sex vs real sex


Das ist ein kleiner, süsser Film, der anhand von Gemüse die Repräsentation von Sex in Pornofilmen beleuchtet. Die Glaubhaftigkeit der Zahlen der Statistiken ist meiner Ansicht nach nicht gegeben.